Safari im Etosha Nationalpark & Erindi Private Game Reserve, Namibia
Ein Highlight auf einer Reise durch das südliche Afrika ist auch immer eine Safari, der Etosha Nationalpark gehört zu den Hauptattraktionen von Namibia. Aber auch unter den Privatparks gibt es einige Perlen.
Auf Pirschfahrt im Etosha Nationalpark und Erindi Private Game Reserve.
Bereits während unserer ersten Safarireise durch Südafrika besuchten wir nicht nur einen Nationalpark, sondern auch ein Privatreservat. Im Nationalpark besteht die Spannung darin, die Umgebung und die Wildtiere während eines Self-Drives zu entdecken. In Privatparks ist dies in der Regel nicht erlaubt, stattdessen werden zahlreiche Aktivitäten angeboten. Normalerweise sind wir nicht begeistert von geführten Touren, aber auf unseren Safaris hatten wir jeweils kleine Gruppen und gut ausgebildete Guides, die uns viel über die Umgebung vermittelten und uns ein umfassenderes Erlebnis ermöglichten, als wenn wir auf eigene Faust unterwegs gewesen wären.
Ein weiterer grosser Unterschied zwischen National- und Privatparks sind die Unterkünfte.
In Namibia sind alle Nationalparks und die darin befindlichen Lodges staatlich geführt (Namibian Wildlife Resorts – NRW). Leider sind diese oft sehr teuer und der Komfort ist eher veraltet. In der Regel gibt es auch keine klimatisierten Zimmer, was im afrikanischen Sommer ziemlich unangenehm sein kann. Zudem haben wir auf unserer Namibia-Reise die Erfahrung gemacht, dass das Personal äußerst gelangweilt wirkt und dadurch nicht besonders aufmerksam ist.


Trotzdem bieten Unterkünfte innerhalb der staatlichen Nationalparks den großen Vorteil, dass man sich nicht an die regulären Park-Öffnungszeiten halten muss. Gäste innerhalb des Parks dürfen bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang unterwegs sein. Bei Verstößen kann die Lodge bestraft werden. Dies ermöglicht es beispielsweise in der Sossus Dune Lodge bei Sossusvlei den atemberaubenden Sonnenaufgang an den Dünen in Ruhe zu genießen, da zu dieser Zeit noch nicht allzu viele Touristen vor Ort sind. Während der Hauptreisezeit kann es dort ziemlich voll werden, aber wir waren in der Nebensaison (Januar) unterwegs und konnten die Ruhe genießen.
Bei unserer letzten Reise nach Namibia (2013) übernachteten wir im Dolomite Resort innerhalb des Etosha Nationalparks, und es hat uns sehr gut gefallen. Die Lodge befindet sich im Westen des Nationalparks, der für den Tagestourismus nicht geöffnet ist und nur mit einer entsprechenden Hotelbuchung zugänglich ist.
Rückblickend müssen wir feststellen, dass das Preis-Leistungsverhältnis bei den staatlichen Lodges für uns nicht ganz stimmig war. Änderungen oder Modernisierungen kommen in Namibia nur sehr langsam voran, und als Reisende mussten wir die Umstände vor Ort einfach akzeptieren, unabhängig davon, ob sie zufriedenstellend waren oder nicht. Es ist wichtig, sich zwischendurch vor Augen zu führen, dass die Mentalität in Afrika anders ist als das, was wir in der Schweiz gewohnt sind.
Obwohl wir über den einen oder anderen Makel hinwegsehen mussten, beeinträchtigte dies unsere Reise nicht wesentlich, und wir können alle unsere Unterkünfte weiterempfehlen. Reisende, die in Namibia in Lodges übernachten möchten, sollten sich der hohen Kosten bewusst sein. Als kostengünstigere Alternative gibt es häufig Campingmöglichkeiten.
